Funktioniert die Clean-Code-Developer Methode?

May 07
2009

Beim Stöbern im Netz bin ich über die Website http://www.clean-code-developer.de/ gestolpert.

Da hat es sehr viele interessante Ideen und jede Menge Best Practices, die ich sofort unterschreiben würde (Source Code Conventions, Unit Testing, Code Coverage Analyse, Continuous Integration). Es ist eine Mischung von Software Entwicklungs- und Software Testing-Vorgehensweisen.

Das Ganze ist verpackt in eine Methodik mit Kampfsport-Anlehnung mit verschiedenen Gürteln (von schwarz über gelb bis weiss). Die verschiedenen Grade können in einer fixen Reihenfolge nach jeweils einem Minumum an Trainingstagen erworben werden. Als Kennzeichen für einen bestimmten Grad gibt es dann ein Armband.

Banner Clean Code Developer

Mich würde jetzt vor allem interessieren, ob die Methode mit dem ganzen Drumherum funktioniert. Kennt jemand jemanden, der jemanden kennt, der das so umsetzt?

2 Responses to “Funktioniert die Clean-Code-Developer Methode?”

  1. Beat Fluri says:

    Die Methode funktioniert in dem Sinn, dass du dich anhand der Armbänder darauf achtest, wie du programmierst. Du gewöhnst dir zum Beispiel an, via TDD eine Sammlung von Unit Tests aufzubauen, deine Klassen und Methoden immer zu kommentieren, eine Continuous Integration Infrastruktur zu nutzen, zu refaktorisieren, sobald dir etwas nicht passt. Zudem bist du immer auf der Hut und überlegst dir, ob deine Implementierung adequat ist, oder ob du ev. restrukturieren solltest.

    Gewisse Prinzipien hingegen sind eher schwierig umzusetzen: Wenn du mit einem Framework arbeitest, wird es, meiner Meinung nach, schwierig das “Law of Demeter” konsequent durchzusetzen. Auch “Dependency Inversion Principle” macht in meinen Augen nur Sinn, wenn du eine Komponente baust die sicher mal erweitert wird. Ansonsten solltest du nicht auf Vorrat programmieren.

    Lange Rede kurzer Sinn: Falls du in deinem Job zum programmieren kommst, dann bestell dir die Armbänder und versuch dich an die Prinzipien zu halten. Du wirst merken, dass sich die Prinzipien langsam setzen und zur Regel werden.

    Cheers,
    –Beat

  2. Ralph Meier says:

    Hi Thomas

    Ich sitze gerade in der HSR beim Testing 🙂

    Ich habe vor rund 1,5 Jahrend clean code developer entdeckt und hatte dazumals eher begrenzt Ahnung von professioneller Softwareentwicklung (Testing, Patterns, Automatisierung usw.).

    Für mich war CCD ein super Einstieg und der klare und strukturierte Faden über die versch. Stufen hat mich immer wieder dazu animiert, besser werden zu wollen. Ich gehe regelmässig wieder vorbei und lese auf der Seite. Natürlich probiere ich die verschiedenen Prinzipien so gut wie möglich einzuhalten.

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